Titelthema

Einleitung

Abweichend von anderen chronischen psychischen Störungen (zum Beispiel Depression) wird Alkoholabhängigkeit in der Bevölkerung häufig stigmatisiert, als selbstverschuldet und nicht behandlungsbedürftig angesehen. Betroffene selbst neigen krankheitsbedingt dazu, ihren Alkoholkonsum zu verleugnen oder zu bagatellisieren. Anfangs, aber auch im Verlauf der Erkrankung ist die Veränderungs- und Therapiemotivation nicht selten gering oder schwankend, daher konzentriert sich die ärztliche...

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Historie

Schon die ersten Forschungsarbeiten bei Substanzen zur Bekämpfung von Infektionserregern zeigten, dass Mikroorganismen in der Lage sind, sich der Einwirkung dieser Antiinfektiva durch unterschiedliche Mechanismen zu entziehen. Gleichzeitig erkannten Forscher aber auch, dass dieser Resistenzentwicklung durch Einhalten einiger klarer Therapieprinzipien entgegengewirkt werden kann. So führte Paul Ehrlich bereits 1910 in einer Veröffentlichung im Lancet über die „Therapia sterilisans...

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Die Hysterektomie zählt zu den häufigsten operativen Eingriffen in der Gynäkologie. Daten, die auf diagnosebezogenen Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups – DRG) basieren, zeigen einen leichten Rückgang der Fallzahlen (Jahr 2012: ca. 103.000 Eingriffe für benigne Indikationen) [1, 2]. Aufgrund zunehmender Verbreitung von minimalinvasiven Möglichkeiten sowie konservativen Methoden ist es schwierig abzuschätzen, inwieweit eine Verlagerung der Operationen in den ambulanten Sektor stattgefunden...

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Die Bezeichnung Hallux valgus wurde von Karl Hueter im Jahre 1870 eingeführt. Er beschrieb dabei die Achsabweichung der Großzehe im Großzehengrundgelenk. Das aktuelle Verständnis zum Hallux valgus beinhaltet sowohl subluxierte als auch nicht subluxierte Fehlstellungen mit Achsabweichung der Großzehe nach fibular – valgus – und des ersten Metatarsaleknochens nach tibial – varus (Abbildungen 1, 2, 3).

Der Hallux valgus stellt die häufigste Pathologie des Vorfußes dar. Die Prävalenz im...

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Mit einer Prävalenz von etwa zehn Prozent ist Tinnitus, die Wahrnehmung eines Geräusches ohne entsprechenden akustischen Reiz, eine sehr häufige Störung. Häufig treten im Zusammenhang mit Tinnitus Schlafstörungen, Angst und Depressionen auf und es besteht eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensqualität.

In den vergangenen Jahrzehnten haben Fortschritte in den Neurowissenschaften und die Entwicklung von Tiermodellen zu einem zunehmenden Verständnis der Pathophysiologie von Tinnitus...

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Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist eines der häufigsten gastroenterologischen Krankheitsbilder und weit verbreitet. Prävalenz und Inzidenz scheinen in den vergangenen Jahrzehnten anzusteigen, die Prävalenz erreicht bis zu 15 Prozent. Das klinische Spektrum reicht von gelegentlichen Symptomen bis hin zu schwerwiegenden Komplikationen, die eine invasive Therapie erfordern. Auch extraösophageale Manifestationen kommen vor und stellen in Diagnostik und Therapie oft Herausforderungen...

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Im Median dauert es in Deutschland 13 Monate [1] von Beginn der Symptome bis zur Diagnose eines Morbus Crohn, einer wichtigen chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, die zu Diarrhoen, Bauchschmerzen, Fisteln, Darmstenosen und Colitis-assoziiertem Krebs führen kann.

Aktuell wird von 80.000 bis 160.000 Erkrankten in Deutschland [2, 3] ausgegangen, darunter befinden sich zahlreiche Betroffene mit komplikationsreichen Verlaufsformen. Bei einem Maximum der altersspezifischen Inzidenz im dritten...

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Um den Prozess der Leitlinienentwicklung auf hohem Niveau und effektiv zu gestalten, gibt es in der Nephrologie einen internationalen Verband, der globale Leitlinien entwickelt: „Kidney Disease – Improving Global Outcomes“ (KDIGO). Im März 2012 hat die KDIGO erstmals eine Leitlinie zum akuten Nierenversagen („Acute Kidney Injury“, AKI) publiziert [1]. Diese Leitlinie fasst bestehende Evidenzen zur Diagnose, Prävention und Therapie des AKIs zusammen und gibt Empfehlungen von unmittelbarer...

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Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau in der westlichen Welt. Insgesamt erkranken ca. 70.000 Frauen jährlich alleine in Deutschland [1] und ein Drittel dieser Frauen wird an der Erkrankung versterben. Trotz massiver Weiterentwicklung der Früherkennung, der Diagnostik, der Therapie und der Nachsorge stellt Brustkrebs weiterhin die häufigste Todesursache bei Frauen weltweit dar. Ziel der Leitlinie ist die Optimierung der medizinischen Versorgung durch Vermittlung von aktuellem...

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Die tiefe Venenthrombose mit oder ohne Lungenembolie zählt mit einer jährlichen Inzidenz von ein bis zwei Erkrankungen pro 1.000 Personen zu den häufigen Erkrankungen. In sechs europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, Großbritannien) wurden im Jahr 2004 761.000 tiefe Beinvenenthrombosen und 370.000 thromboemboliebedingte Todesfälle bei einer Einwohnerzahl von 324 Millionen Menschen gezählt [2]. Die Inzidenz der tiefen Venenthrombose steigt mit zunehmendem Alter...

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