Titelthema

Die S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der idiopathischen Lungenfibrose (idiopathische pulmonale Fibrose – IPF) befasst sich mit einer seltenen Lungenerkrankung, die sich jedoch durch einen besonders ungünstigen Verlauf auszeichnet (medianes Überleben nach Diagnosestellung zwei bis vier Jahre), und die in erhöhter Prävalenz (150 bis 250/100.000 Personen) in der siebten Lebensdekade eine erhebliche Relevanz im internistischen Patientengut aufweist [1].

Die Empfehlungen in der Leitlinie...

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Uterine Sarkome bezeichnen eine heterogene Gruppe insgesamt seltener Malignome der Uterusmuskulatur oder des uterinen Bindegewebes. Die Inzidenz ist ca. 1,5 (Kaukasier) bis 3 (Afro-Amerikaner)/100.000 Einwohner. 

Die Tumortypisierung erfolgt nach der WHO, die Stadieneinteilung nach der FIGO- bzw. TNM-Klassifikation [1]. In der WHO-Klassifikation sind folgende Entitäten als maligne mesenchymale Tumoren bzw. maligne...

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Hintergründe

Ein Großteil der männlichen und zum Teil auch der weiblichen Bevölkerung leidet unter nächtlichem Schnarchen (62 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen zwischen 45 und 54 Jahren) [1]. Vor allem in den vergangenen Jahren hat die öffentliche Wahrnehmung bezüglich des Schnarchens stark zugenommen. Ein gewisser Anteil der Betroffenen sucht hierzu HNO-ärztliche bzw. schlafmedizinische Beratung und Hilfe. Wichtig ist zu wissen, dass Schnarchen oftmals das Leitsymptom einer...

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Die S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom findet viel Beachtung und wird kontrovers diskutiert. Das liegt aber nicht alleine daran, dass es sich beim Prostatakarzinom um den häufigsten bösartigen Tumor des Mannes handelt, sondern auch an zwei Besonderheiten, welche die Leitlinie – und ihren Einsatz in der Patientenversorgung – prägen. Zum einen gibt es viele kontrovers diskutierte Aspekte, von Sinn oder Unsinn einer Vorsorge, über die beste Art der Therapie lokalisierter Erkrankungen bis zur...

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pädiatrische Multiple Sklerose (MS), eine der wichtigsten erworbenen neurologischen Erkrankungen des Kindesalters, bedarf einer frühzeitigen Erkennung, Diagnosestellung und Behandlung. Aktuelle epidemiologische Untersuchungen [1] zeigen, dass drei bis fünf Prozent aller MS-Erkrankten Symptome bereits vor dem 17. Lebensjahr entwickeln. Das Auftreten vor dem zehnten Lebensjahr ist mit einer jährlichen Inzidenz von 0,09/100.000 sehr selten und steigt in der Adoleszenz auf 2,64/100.000 [1]. ...

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Hintergründe

Raumforderungen der Nebennieren (NN) gehören zu den häufigsten menschlichen Tumoren überhaupt. Heutzutage werden sie zumeist als sogenannte Inzidentalome diagnostiziert. Als solche werden NN-Raumforderungen bezeichnet, die im Rahmen einer abdominellen Bildgebung zufällig detektiert wurden. Im Erwachsenenalter liegt die Gesamtprävalenz bei etwa drei Prozent, wobei jedoch eine eindeutige Altersabhängigkeit besteht. Daher kann die Prävalenz bei 80-Jährigen auch auf bis zu zehn Prozent...

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Die medizinische Rehabilitation versteht Gesundheit und Krankheit als Ergebnis des Ineinandergreifens physiologischer, psychologischer und sozialer Vorgänge. Grundlage hierfür ist das bio-psychosoziale Modell von funktionaler Gesundheit, das sich nach der internationalen WHO-Klassifizierung der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF-Klassifikation) richtet [1, 2, 3].

In der Behandlung chronisch-entzündlicher Dermatosen, die häufig multifaktoriell bedingt sind und zahlreiche...

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Am 21. September 2016 veröffentlichte die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) die neu überarbeitete S3-Leitlinie Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung [1].

Der folgende Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen vor allem in den Abschnitten Präklinik und Schockraum. Wir verweisen jedoch ausdrücklich auch auf den Abschnitt „1. Operative Phase“.

Zielorientierung der Leitlinie

Ziel der Leitlinie ist es, die Versorgung von...

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Einleitung und Hintergrund

Die S2k-Leitlinie zum persistierenden Ductus arteriosus (PDA) der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) befasst sich mit dem isolierten offenen Ductus Botalli im Kindes- und Jugendalter. Der wesentlich häufiger festzustellende offene Ductus des Frühgeborenen ist nicht Gegenstand der Leitlinie, fließt aber aufgrund seines häufigen Vorkommens zur Abgrenzung mit in diesen Artikel ein.

Der offene Ductus arteriosus ist eine persistierende...

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Depressive Störungen gehören zu den häufigsten Beratungsanlässen und Erkrankungen in der Versorgung. Neben entsprechenden Empfehlungen zum Einsatz von Therapieverfahren zielt die nach zweijähriger Beratungsphase novellierte S3-Leitlinie vom März 2016 auch darauf ab, die Versorgungsabläufe, sowie deren Abstimmung bei der Behandlung depressiver Patienten zu verbessern. Der Geltungsbereich dieser Leitlinie beinhaltet primär unipolare depressive Störungen, das heißt depressive Episoden (F32),...

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