Leitartikel

Es ist Oktober und wir stehen abermals vor einem Bayerischen Ärztetag (BÄT), der dieses Jahr in seiner 75. Auflage im unterfränkischen Schweinfurt stattfindet.

Thematisch wenden wir uns am Eröffnungsabend mit dem Keynote-Redner Professor Dr. Klaus Hurrelmann der jungen Generation zu, spricht doch der renommierte Jugendforscher, der Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin ist, zu: „So tickt die junge Generation“. Anti-Materialismus, Downshifting, ein...

mehr ...

Die bislang bekannt gewordenen Hintergründe der schrecklichen Bluttaten von Würzburg, München und Ansbach dürfen nicht zu vorschnellen rechtlichen Entscheidungen verleiten, wie etwa einer möglichen Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht. Die ärztliche Schweigepflicht ist ebenso wie das Selbstbestimmungsrecht über höchstpersönliche Daten ein hohes Gut und für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland ein Menschenrecht. Nach dem Berufsrecht der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) haben...

mehr ...

Die Digitalisierung verändert das Gesundheitswesen. Unsere Welt ist geprägt durch exponentielle IT-Entwicklungen mit gigantischen Datenströmen. Wir Ärztinnen und Ärzte haben jetzt den Auftrag, diese Technologien im Gesundheitswesen kritisch zu begleiten, mitzusteuern und mitzugestalten, wollen wir nicht schon bald auf der Standspur der globalen Datenautobahn landen. Wir haben die digitale Medizin wohl begründet lange ignoriert und befinden uns heute im Wettstreit mit Global-Playern und...

mehr ...

Das Internet – eine Plattform der unbegrenzten Möglichkeiten. Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzte nutzen es als vielseitige Quelle für medizinische Informationen. Laut Statistischem Bundesamt suchten im vergangenen Jahr knapp 40 Millionen Menschen in Deutschland online nach Informationen zum Thema Gesundheit. Das entspricht einem Anteil von 67 Prozent der Internetnutzer und bedeutet einen Zuwachs von knapp elf Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Informationsgewinnung aus dem Netz ist...

mehr ...

Ein Blick auf die Tagesordnung des 119. Deutschen Ärztetages, der Ende Mai in Hamburg stattfindet, macht klar: Das wird kein „gemütlicher Termin“. Große sozial- und gesundheitspolitische Themen stehen auf unserer Agenda. Ganz aktuell sind wir auf der Suche nach Wegen, die medizinische Versorgung der vielen hunderttausend Flüchtlinge in Deutschland zu gewährleisten. Deutsche und auch Bayerische Ärztetage haben schon vor der jetzigen Flüchtlingskrise Handlungsbedarf angemahnt. Wir haben uns...

mehr ...

Prävention ist sinnvoll – heute gesundheitsbewusst leben, um auch in Zukunft gesund zu bleiben. Vielen Menschen ist das klar, und doch bleibt es oft bei guten Vorsätzen. Häufig sind Ärztinnen und Ärzte die entscheidenden Impulsgeber für präventive Maßnahmen bei den Patienten. Das kommt nicht von ungefähr: Der Arzt kennt seine Patienten, die Krankheitsgeschichten, das familiäre und soziale Umfeld. Mit diesem Wissen kann der Arzt zielgerichtet und situationsspezifisch den Patienten zu präventivem...

mehr ...

Wann ist weniger mehr, welche Therapie ist wirklich wichtig und wie können Patientinnen und Patienten bei der Auswahl geeigneter Behandlungswege besser eingebunden werden? Müssen wir eigentlich alles machen, was wir können? Oder müssen wir nicht vielmehr das, was wir machen, noch besser machen? Erfordert nicht gerade die hohe Komplexität der Medizin und die zunehmende Fragmentierung der Disziplinen eine Rückbesinnung auf das Wesentliche?

Indikationsstellung

Die enormen Leistungen der Medizin...

mehr ...

Am 23. Januar wird in Berlin ein Deutscher Sonder-Ärztetag stattfinden, da drei von 17 Landesärztekammern einen entsprechenden Beschluss gefasst haben. Einziger Tagesordnungspunkt: die „GOÄneu“. Nachdem der Sachstand der streng vertraulich geführten Verhandlungen, soweit das möglich war, durch die Bundesärztekammer (BÄK) veröffentlicht wurde, kritisierten unter anderem ärztliche Berufsverbände und die medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften den Entwurf für die Gebührenordnung für Ärzte...

mehr ...

Weltweit sind derzeit ca. 59,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Etwa die Hälfte von ihnen ist unter 18 Jahre alt, laut Hochkommissariat der Vereinten Nationen (United Nations High Commissioner for Refugees – UNHCR). Hunderttausende von Flüchtlingen, Binnenvertriebenen, Asylsuchenden und Staatenlosen haben sich auf den Weg nach Europa gemacht und sind größtenteils unterwegs nach Deutschland, wobei gerade Bayern aufgrund seiner geografischen Lage und seiner Landesgrenzen ein Hauptankunftsland...

mehr ...

Viele Menschen fürchten sich davor, dass sie am Lebensende nicht mehr über sich selbst bestimmen können. Sie fürchten sich vor Schmerzen und einem schwer ertragbaren Zustand zwischen Leben und Tod und sie wollen in Würde sterben können. Seit einiger Zeit debattiert nicht nur der Deutsche Bundestag, sondern ganz Deutschland über entscheidende Fragen am Ende des Lebens; konkret, wie eine Sterbebegleitung ablaufen könnte. In diesem Zusammenhang möchte ich insbesondere auf die Möglichkeit und...

mehr ...

Top